Ob Kroatien in Korčula wirklich am schönsten ist? Ich weiß es nicht. Aber die kleine Stadt auf der gleichnamigen Inseln in Dalmatien strahlt ein so liebenswertes Flair aus, dass man gar nicht anders kann, als sich rundum wohlzufühlen. Die Star Clipper liegt den ganzen Tag lang bei Korčula vor Anker.
Auf einer kleinen Halbinsel gelegen, mit einer hohen Stadtmauer mit dicken Türmen umgeben, ziehen sich schmale, teils recht steile Gassen über den Hügel der Stadt, überragt von der Kathedrale St. Markus.
















Vom Turm der Kathedrale (Eintritt: fünf Euro) hat man einen weiten Blick über die Stadt, das Meer und die Landschaft rund herum.







Nebenbei ist schon der Aufstieg in den Turm ein kleines Abenteuer für sich, denn an manchen Stellen ist die Treppe kaum einen Meter breit und auch oben am Turm wird es selbst für schlanke Menschen recht eng. Nichts für Menschen mit Platzangst oder Höhenangst, ansonsten aber ein sehr lohnendwerter Aufstieg.

Außerhalb der Stadtmauer schmiegen sich zahllose Restaurants zwischen Mauer und einem schmalen Strandstreifen ein. Die Preise sind hier nicht günstig, aber auch nicht so überteuert wie in Dubrovnik und so erlauben wir uns ein entspanntes Mittagessen bei einer angenehmen Brise im Schatten der Stadtmauer: ein einheimisches Bier, kroatische Vorspeisen mit Sardinen und Anchovis, Thunfischcreme, Shrimps, Käse, Schinken und gutem Brot. Und wir probieren Čevapčići, wenn wir schonmal in einer Konoba mit dalmatischen Spezialitäten sind.

Gutes Eis gibt’s in Korcula übrigens auch: Bei der in ganz Kroatien verbreiteten Kette „A Roma“ oder hinter dem Yachthafen bei „Gelato Marco“ – hier mit besonderer Empfehlung für das Pistazieneis, das so viel Pistazienpaste und damit Geschmack enthält, dass ich mich frage, ob sich zumindest bei dieser Sorte der Preis von drei Euro pro großzügiger Kugel für die Gelateria überhaupt rechnet.

Von mir dafür jedenfalls eine klare Empfehlung. Und auch das Lavendel-Eis war sehr lecker.
Kaum habe ich mich, zurück an Bord, an der Tropical Bar eingerichtet, um meinen täglichen Reisebericht zu schreiben und die Fotos des Tages zu sortieren, …

… kann ich das Laptop auch schon wieder zuklappen: Kapitän Dominique hat beschlossen, dass der Wind schwach genug ist, und die Behörden in Korcula ihr Okay gegeben haben für eines der Highlights jeder Star-Clippers-Reisen: den Foto-Tender.

Wer will steigt in eines der Tenderboote, während die Crew sämtliche Segel der Star Clipper hisst. Während das Schiff langsam in Fahrt komme, kreisen die Tender um den Großsegler für imposante Bilder des Schiffs unter vollen Segeln.







Wer Glück hat, erwischt genau dem Moment, indem sie Sonne hinter einem der Segel herausblitzt. Und sobald alle Segel oben sind, balanciert die Crew hinaus auf den Bugspriet zum Winken.












