Es ist der Tag der spektakulären Ausblicke: erst von der Festung in Hvar über die Stadt, die Bucht und die umliegenden Inseln, dann nachmittags aus dem Bugspriet-Netz der Star Clipper – eines der Highlights jeder Star-Clippers-Reise.
Die Insel Hvar mit der gleichnamigen Stadt ist eines der Top-Ziele in Kroatien, bei Kreuzfahrer dagegen weniger bekannt, weil selten angelaufen. Große Schiffe haben hier keine Chance. Die Star Clipper ankert etwas abseits. Auf dem Weg in den Hafen von Hvar fahren die Tenderboote ein wenig Slalom zwischen den vielen Segelbooten und Yachten, die hier liegen.

Auch wenn es etwas anstrengend ist, lohnt sich der Aufstieg zur Festung. Nicht verpassen sollte man das ehemalige Gefängnis in einem der mächtigen Festungstürme, zu dem man eine steile Wendeltreppe hinabsteigt.

Vor allem aber der Blick über Hvar, die Bucht und die vorgelagerten Inseln entschädigt für den schweißtreibenden Weg dort hinauf, der allerdings teils schattig ist, durch duftende Pinien führt, in denen Zikaden zirpen. Der Serpentinenweg führt durch einen hübsch angelegten Kakteen-Garten.













Hvar hat eines der ältesten Theater Europas, das man besichtigen kann. Sich ein wenig in den Gassen zu verlieren, lohnt sich, wie so oft an solchen Orten. Der Eintritt zur Festung allein kostet zwölf Euro, sodass das Kombiticket für nur drei Euro mehr empfehlenswert ist, mit dem man zusätzlich das Arsenal mit dem Theater, eine (allerdings tagsüber oft geschlossene) Kirche besichtigen und auf den Glockenturm mit einer historischen Uhr hinaufsteigen kann.



















Eisdielen-Empfehlung in Hvar: die in Kroatien verbreitete Kette A-Roma (an der Sonnenmarkise steht „L’Amore per il Gelato“) direkt am Hafenbecken.

Am Nachmittag können wir – endlich – ein weiteres Highlight der Star Clipper genießen, dass es so auch nur auf den drei Star-Clippers-Großseglern gibt: das Bugspriet-Netz. „Endlich“, weil die Crew auf dieser Reise intensiv am Bugspriet gearbeitet hat, sodass der Bereich bislang gesperrt war. Seitlich des Bugspriets kann man vom Bug des Schiffs aus nach vorne in dieses Netz steigen und sitzt oder liegt dann außerhalb des Schiffs mit Blick auf den Bug, der durchs Wasser schneidet, und nach oben in die Segel.



Man schwebt quasi über dem Meer, das unter einem hindurch strömt. Mit der Insta360-Kamera entstehen dabei spektakuläre Bilder. Nur mit der Sonne muss man aufpassen: Weil das Meer die UV-Strahlen reflektiert, sollte man einen hohen Schutzfaktor bei der Sonnencreme wählen, um sich nicht von beiden Seiten gleichzeitig zu verbrennen. Gibt es, vielleicht außer dem Krähennest oben im Mast der Star Clipper, einen schöneren Ort auf einem Kreuzfahrtschiff?













