Bei Fidel Castro und Jose Marti am Friedhof von Santiago de Cuba

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Die Hafeneinfahrt nach Santiago de Cuba ist eine der schönsten der Welt – das merken wir allerdings erst am Spätnachmittag, als die Celestyal Crystal Santiago wieder verlässt. Die Einfahrt am Morgen noch bei Dunkelheit haben wir, zugegebenermaßen, verschlafen.

Die Hafenausfahrt von Santiago de Cuba
Die Hafenausfahrt von Santiago de Cuba

„Eine der schönsten der Welt“ muss ich allerdings etwas relativieren: Das gilt nur für eine Seite der Fjord-artigen Bucht. Sie windet sich ganz reizend von der felsigen Engstelle mit der Festung Castillo del Morro am Eingang in mehreren Kurven bis hin zur Stadt.

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Auf der gegenüber liegenden Seite jedoch qualmt einer der drei riesigen, rot-weiß gestreiften Schlote einer Ölraffinerie.

Idylle auf der einen, Industrie auf der anderen Seite – ein Bild, dass wir an vielen Stellen in Kuba sehen. Auch in Cienfuegos zog sich schon eine dicke Rauchschwade einer Raffinerie über die Bucht.


Bei unserem Bus-Ausflug haben wir heute ein wenig Pech. Unsere Reiseführerin spricht nur wenig Deutsch und wir sind offenbar eine ihrer ersten Reisegruppen überhaupt. Wir nehmen es, wie es kommt, und betrachten den Tourbus als bequemes Transportmittel zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Am Grab von Jose Marti, Fidel Castro und Emilio Bacardi Moreau

Heute ist Feiertag für den Nationalhelden Jose Marti, der hier ebenso wie Fidel Castro beerdigt ist, sodass der Friedhof reichlich überfüllt ist. Vor den Grabmälern der beiden bilden sich lange Schlangen.

Das Grab von Fidel Castro in Santiago de Cuba
Das Grab von Fidel Castro in Santiago de Cuba

Sehen wollen wir den Friedhof Santa Ifigenia trotzdem: das Mausoleum von Jose Marti, das Grab von Fidel Castro, aber auch die vielen anderen, teils aufwändigen Grabmäler.


Unter anderem ist hier Emilio Barcardi Moreau beerdigt, Sohn des Begründers des Bacardi-Rum-Imperiums und bedeutender Bürgermeister der Stadt.

Castillo del Morro

Die Festung „Castillo del Morro“ liegt strategisch optimal auf einer Klippe direkt an der engen Einfahrt zur Bucht von Santiago de Cuba. Hier kam kein Feind, kein Pirat ungesehen vorbei.


Die Festung ist gut erhalten. Durch die Zinnen der Mauern hindurch bietet sich ein schöner Blick auf die Küstenlinie und Hafeneinfahrt. Auf der Aussichtsterrasse des Restaurants neben der Festung genießen wir, mal wieder vor Mittag, einen feinen Mojito.

Cespedes-Park und Kathedrale

Der Parque Cespedes genannte Hauptplatz beeindruckt mit renovierte, historischen Gebäuden, unter anderem dem ältesten Gebäude von Santiago, vor allem aber mit der Kathedrale Metropolitana de Nuestra Senora de la Asuncion. Wie wir dank mangelnder Sprachkenntnisse unserer Führerin erst später feststellen, führt von hier eine lang gezogene Fußgängerzone direkt hinunter zum Kreuzfahrt-Anleger.


Wer in Santiago de Cuba also das Castillo del Morro nicht besuchen will, kann sich große Teile der Stadt auch auf eigene Faust zu Fuß erschließen und sich zum etwas entfernter gelegenen Friedhof für ein paar CUC oder Euro mit dem Fahrrad-Taxi bringen lassen.

Eiscreme - hier leider nur für Einheimische
Eiscreme – hier leider nur für Einheimische

Wir spazieren nach dem Ausflug vom Hafen aus noch einmal die Fußgängerzone hinauf und machen dabei eine ungewöhnliche Erfahrung: In einem kleinen Park gibt es Eiscreme, die Warteschlange ist lang, also muss das Eis wohl gut sein. Die Kubaner lassen sich ganze Kochtöpfe damit füllen. Doch als wir an der Reihe sind, gehen wir leer aus: Der Eiscremestand ist nur für Kubaner, die mit der Einheimischen-Währung CUP bezahlen. Für Convertible Pesos (CUC) gibt es hier kein Eis. Pech gehabt – dafür aber um die Erfahrung des Anstellens in einer kubanischen Schlange reicher.

Sonnenuntergang nahe Guantanamo Bay

Zum Abschied von der Südseite Kubas geht die Sonne glutrot am Horizont im Meer unter.

Sonnenuntergang vor Guantanamo Bay
Sonnenuntergang vor Guantanamo Bay

Kurz vor Sonnenuntergang passieren wir die amerikanische Militärbasis in Guantanamo Bay.


Außer einer großen Satelliten-Anlage ist davon allerdings vom Meer aus nicht zu sehen, nicht einmal ein amerikanisches Marineschiff patrouilliert hier – fast so, als wäre hier gar nichts …

Anmerkung*: Cruisetricks.de reist nach Kuba auf Einladung von H&H Touristik und Celestyal Cruises.

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