Einen herzlichen Abschied am Ende unserer Grönland-Expeditions mit der Fridtjof Nansen bereiten uns die Menschen in dem kleinen Dorf Itilleq: Wir sind noch einmal bei einer grönländischen Familie beim „Kaffeemik“ zu Gast und nehmen beim Fußballspiel am Dorfplatz gelassen eine 4:2-Niederlage gegen die örtliche Mannschaft hin.
Genau 89 Einwohner hat Itilleq zur Zeit, und zum Fußballspiel Itilleq gegen die Crew und Passagiere der Fridtjof Nansen stehen mindestens 16 von ihnen am Platz. Es ist ein Fußballspiel, das vor allem Spaß machen soll, und so spielen Regeln keine so große Rolle, zweitweise sind ungefähr 40 Spieler auf dem Feld. Den besseren Überblick behalten dabei die Grönländer und gewinnen deutlich.



Es ist vor allem ein riesiger Spaß, bei dem das ganze Dorf, und das ganze Schiff auf dem Dorfplatz mitten in Itilleq zusammenkommt und trotz Sprachbarriere eine fröhliche Stunde gemeinsam zu verbringen. Aus dem 45 Minuten Bootsfahrt entfernten Sisimiut ist sogar ein Polizeiboot mit drei Polizisten gekommen – vermutlich mehr, weil sie das Fußballspiel sehen wollten, als dass sie wirklich gebraucht worden wären.

Zuvor waren wir, wie schon einige Male auf dieser Reise, zu Gast in einem grönländischen Haus für Kaffee und Kuchen, einem traditionellen „Kaffeemik“, und haben vor allem auch viele Unterschiede in den Lebensbedingungen und beim Alltag in einem südlicher gelegenen Ort kennengelernt im Vergleich zu den sehr abgelegenen Dörfern im der Thule-Region hoch im Nordwesten der Insel.










Bei einem Spaziergang durch Itilleq saugen wir noch einmal die Stimmung mit den bunten Häusern, der klaren, frischen Luft mit dem sanften Duft nach Meer in uns auf, genießen die grandiose Landschaft rund herum und prägen uns diese Erinnerung tief ein, damit sie auch erhalten bleibt, wenn wir in zwei Tagen wieder zurück im hektischen Alltag zu Hause sind.

Auf dem Weg zurück nach Nuuk überqueren wie den Polarkreis in südlicher Richtung. Nach zwei Wochen ohne Sonnenuntergang wird es heute Nacht also endlich wieder einmal dunkel, wenn auch nur für kurze Zeit. Sonnenuntergang ist freilich erst weit nach Mitternacht und wirklich dunkel wird es trotzdem nicht. Bei etwas unangenehmem Seegang verschlafen wir das aber ohnehin.





