Norwegen, Havila, Küstenroute

Entlang der norwegischen Küstenroute mit der Havila Capella

Havila Voyages sind „die Neuen“ auf der Postschiffroute entlang der norwegischen Küste, die Hurtigruten viele Jahre lang allein bediente. Mit der Havila Capella sind wir im März 2022 eine Woche von Bergen nach Kirkenes unterwegs und berichten von dieser winterlichen Norwegen-Reise, vor allem aber auch über das neue Schiff und das Erlebnis mit Havila Voyages.

Hurtigruten ist nicht mehr der einzige Anbieter von Reisen entlang der klassischen Postschiff-Route entlang der norwegischen Küste. Havila Voyages fährt seit Dezember 2021 mit der Havila Capella und ab Mai 2022 auch mit der Havila Castor ebenfalls von Bergen bis hinauf nach Kirkenes nahe der russischen Grenze und wieder zurück nach Bergen.

Die Postschiff-Route unterscheidet sich deutlich von einer Kreuzfahrt: Die Schiffe fahren ständig in Landnähe und schlängeln sich durch die Fjorde und Inseln. Die Passagiere verbringen viel Zeit an Deck oder in der Aussichtslounge, weil es ständig etwas zu sehen gibt – nicht zu vergessen im Winter nachts auch Nordlichter, zumindest mit etwas Glück und Geduld.

Wesentliche Hafenstopps auf der Route der Havila Capella (Kartenmaterial: OpenStreetMaps-Mitwirkende, CC BY-SA 2.0)
Wesentliche Hafenstopps auf der Route der Havila Capella (Kartenmaterial: OpenStreetMaps-Mitwirkende, CC BY-SA 2.0)

34 angelaufene Häfen liegen auf der Küstenroute in Norwegen. In den meisten dieser Orte legen die Schiffe nur einen kurzen Stopp von 15, 30 oder auch mal 60 Minuten ein, um Fracht und Fährpassagiere abzusetzen und aufzunehmen. Von Bord zu gehen, ist möglich, oft aber nicht sinnvoll, zumal viele dieser Stopps auch mitten in der Nacht und in touristisch kaum interessanten Orten stattfinden, strikt nach Fähr-Fahrplan.

Wer die Havila Capella als Kreuzfahrtschiff nutzt und die komplette Strecke von Bergen nach Kirkenes oder sogar wieder zurück nach Bergen mitfährt, hat dennoch Gelegenheit für Landgänge. In Orten wie Bergen, Alesund, Trondheim, Tromsö, Honnigsvag und Kirkenes verweilt das Schiff längere Zeit. Havila bietet außerdem einige organisierte Ausflüge an, bei man in einem Hafen aus- und in einem folgenden wieder einsteigt. Ansonsten macht hier mehr als sonst die Reise selbst, Gespräche mit Mitreisenden, die vorbeiziehende Landschaft, der Wind, Sonne und Wolken, Nordlichter einen großen Teil des Reizes aus, auf diese Art zu reisen.

Havila Capella: LNG-Antrieb und große Batterien

Havila Capella (Bild: Per Eide, Havila Voyages)
Havila Capella (Bild: Per Eide, Havila Voyages)

Eine wesentliche Voraussetzung für die staatliche Lizenz, die Postschiff-Route in Norwegen bedienen zu dürfen, ist ein sehr umweltfreundlicher Betrieb der Schiffe. Havila Voyages baut dafür komplett neue Schiffe mit Plugin-Hybrid-Technik. Sie fahren mit Flüssiggas (LNG) und verfügen über große Batterie-Kapazitäten, mit denen die Schiffe per Peak-Shaving-Technik überschüssige Energie der Motoren speichern, Landstrom aufnehmen und damit laut Havila im Batteriebetrieb bis zu vier Stunden lokal emissionsfrei fahren können. Mehr dazu in einem ausführlicheren Beitrag nach der Reise.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reiste mit der Havila Capella auf Einladung von Havila Voyages.
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