Einsamer Traumstrand auf der Seychellen-Insel La Digue

Reisetipps für die Seychellen

Wir haben Tipps für eine Reise auf die Seychellen zusammengestellt, die aus unserer eigenen Erfahrung sehr bei der Vorbereitung helfen. Denn überraschenderweise ist es gar nicht so einfach, auf einige dieser Fragen vorab zuverlässige Antworten zu finden.

Einsamer Traumstrand auf der Seychellen-Insel La Digue
Einsamer Traumstrand auf der Seychellen-Insel La Digue

Im Live-Blog unserer Seychellen-Kreuzfahrt mit Silhouette Cruises auf der Sea Star haben wir hoffentlich einen guten Eindruck davon vermittelt können, was für ein tropisches Paradies diese Inselgruppe im Indischen Ozean ist. In diesem Beitrag geht es nun um praktische Reisetipps.

Kein echter Tipp, aber Fakten, die uns mit noch mehr Vorfreude auf die Seychellen haben reisen lassen: Die Seychellen sind nicht nur deshalb paradiesisch, weil sie wunderschön sind, sondern weil auch die touristischen Rahmenbedingungen perfekt erscheinen. Die Regierung ist demokratisch gewählt und stabil. Die Einheimische sind freundlich und liebenswert, zeigen echte Gastfreundschaft und von Touristen-Abzocke keine Spur. Auf den Inseln gibt es keine giftigen Tiere oder gefährlichen Krankheiten, also sind auch keine speziellen Impfungen nötig. Und es herrscht das ganze Jahr gleichbleibend warmes Wetter.

Schiff oder Hotel?

Aus unserer Sicht ideal ist die Kombination aus Schiffsreise und ein paar Tagen auf einer der Inseln an Land. Mit dem Schiff erkundet man unkompliziert und relativ günstig eine Vielzahl von kleinen Inseln und größeren Zielen, die man sich sonst mit einzeln gebuchten Ausflügen mühselig zusammenstellen muss oder die beispielsweise von Mahé aus gar nicht erreichbar sind.

In den paar Tagen vor oder nach der Schiffsreise beispielsweise auf La Digue erlebt man dann in aller Ruhe das Flair der Seychellen und die Gastfreundschaft noch einmal hautnah. Eine Tipp für die Suche nach einem Hotel oder einem der beliebten Selbstversorger-Bungalows: Nicht nur, weil Seyvillas unsere Reise unterstützt hat, sondern vor allem weil alles wirklich gut geklappt hat und der Anbieter eine breite Palette an Unterkünften im Programm hat – ein Blick auf die Website von Seyvillas lohnt sich.

Sprache

Die drei offiziellen Sprachen der Seychellen sind Englisch, Französisch und Kreolisch. Letzteres spricht wohl kein Tourist, aber Englisch und Französisch wird überall verstanden und gesprochen, mit leichtem Schwerpunkt auf Französisch. Aber auch auf Englisch ist die Verständigung vollkommen unproblematisch. Bei Silhouette Cruises ist Englisch die Bordsprache, Französisch verstehen ebenfalls fast alle Crewmitglieder – die meisten von ihnen stammen von den Seychellen.

Währung und Geld

Die Währung der Seychellen ist die Seychellen-Rupie (SCR), der Wechselkurs liegt bei rund 14 Rupien für einen Euro. Vor Ort kann man aber mit Euro oder Dollar bezahlen und auch Kreditkarten werden nahezu überall akzeptiert.

Am günstigsten fährt, wer vor Ort in einer der vielen Wechselstuben Euro gegen Rupien eintauscht. Zwar wird bei der Bezahlung mit Euro oder Dollar meist ein recht fairer Kurs angewendet, aber gelegentlich begegnet einem auch mal ein unverschämter 1:11- oder 1:12-Kurs. Der Kurs in den Wechselstuben ist im Vergleich unschlagbar gut. Wechselgeld gibt’s übrigens auch bei Zahlung in Euro meist in Rupien, Euro-Münzen werden nur selten akzeptiert.

Klima und Kleidung

Auf den Seychellen liegen die Temperaturen immer gleichbleibend tags und nachts um die 30 Grad. Sinkt die Temperatur mal ausnahmsweise auf 26 Grad, empfinden die Einheimischen das schon als ziemlich kühl.

T-Shirt, kurze Hose, Flip-Flops – mehr ist eigentlich nicht nötig. Empfehlenswert sind zusätzlich Badeschuhe, wenn man auf den Granitfelsen an den Stränden etwas klettern will. Für die Wanderungen beispielsweise auf Curieuse durch den Mangroven-Wald oder im Urwald von Aride sind feste, geschlossene Schuhe, etwa Sportschuhe, anzuraten.

An Land sind kurze Hose und T-Shirt (mit Ärmeln) auch abends durchaus okay. Für bessere Restaurants, etwa in den Ressort-Hotels, empfehlen sich aber Hemd oder Poloshirt, eine lange Hose und feste Schuhe.

Tipp vor allem für La Digue: Es gibt auf den Seychellen meist keine Straßenlaternen – wenn es dunkel ist, ist es dunkel. Eine kleine LED-Taschenlampe sollte also und Gepäck.

Sonnen- und Mückenschutz

Die wichtigsten Dinge, die man dabei haben sollte: Viel Sonnencreme, Sonnenschutz-T-Shirt und Mückenschutz. Die Sonne in Äquatornähe brennt gnadenlos vom Himmel und gerade am Segelboot ist man viel draußen. Lichtschutzfaktor 50, mehrfach am Tag nachgeschmiert, vermeidet zumindest schlimme Sonnenbrände. Zum Schnorcheln unbedingt Bade-T-Shirt mit UV-Schutz anziehen und die Unterschenkel, Nacken und bei kurzen Haaren auch die Kopfhaut (!) mit Sonnencreme einschmieren. Für Damen empfiehlt sich wegen des Sonnenschutzes an den Oberschenkeln eine Badeshorts statt Bikini. Zum Fahrradfahren auf La Digue besonders an die Unterarme und Handoberflächen denken (wir sprechen aus Erfahrung).

Mückenschutz ist für Wanderungen im Urwald beispielsweise auf Aride oder Praslin wichtig. Vor allem, wenn es in den vorausgegangenen Tagen geregnet hat, sind die Mücken eine ziemliche Plage. Mückenschutz, der auch gegen tropische Mücken hilft, schützt vor allzu vielen Stichen.

Telefonieren und Internet

Die Zeiten, in denen die Seychellen kommunikativ vom Rest der Welt angeschnitten waren, sind vorbei. Ein relativ neues Unterseekabel verbindet die Inselgruppe perfekt mit dem Rest der Welt.

Es gibt mit Airtel und Cable & Wireless zwei Telefon- und Internet-Anbieter, die auch für Touristen günstige Prepaid-SIM-Karten fürs Handy anbieten. Die Karten werden an jeder Ecke und in jedem noch so kleinen Kiosk verkauft, man muss sich lediglich mit einem Ausweis legitimieren.

Wir haben zum Telefonieren Airtel genutzt – der Anbieter hat sehr günstige Minuten-Pakete für Telefonate nach Deutschland.

Für den Internet-Zugang haben wir Cable & Wireless genutzt. Dort gibt es günstige Datenvolumen-Pakete, die man auf deren Sim-Karten laden kann. Anders als bei den meisten Telekom-Anbietern in Deutschland ist das so genannte Tethering hier nicht gesperrt. Sprich: Das Datenvolumen des Smartphones kann man über die WLAN-Hotspot-Funktion des Handys (oder per USB-Kabel) freigeben und damit die Datenverbindung auch übers Laptop nutzen – meist mit LTE-Geschwindigkeit, manchmal mit dem ebenfalls noch recht schnellen HSDPA. Technisch, beim Service und der Kundenfreundlichkeit könnten sich die deutschen Anbieter ein großes Beispiel nehmen an dem, was wir auf den Seychellen erlebt und an Qualität bekommen haben.

Warum haben wir zwei verschiedene Anbieter für Telefon und Internet gewählt? Eine lange und komplizierte Geschichte, die nichts zur Sache tut und auch ein wenig auf eigener Dummheit beruht – denn letztlich bieten beide Anbieter sowohl Internet und Telefonie an. Das Netz von Cable & Wireless scheint aber ein wenig besser ausgebaut und stabiler zu sein.

Kaffee, Müsli, frische Milchprodukte

Bohnenkaffee war auf den Seychellen lange unbekannt. Inzwischen gibt es Cafés, die Segafredo oder Illy anbieten. Auf der Sea Star gibt es aber bislang nur löslichen Kaffee einer lokalen Marke, die ziemlich gut ist. Dennoch: Als Kaffee-Liebhaber kann man darüber nachdenken, sich Kaffee und eine French Press in den Koffer zu packen, wenn einem guter Kaffee wichtig ist.

Frische Milchprodukte werden auf den Seychellen nicht produziert, entsprechend gibt es lediglich haltbare Produkte, importiert beispielsweise aus Frankreich und Belgien. Gänzlich unbekannt scheint auf den Seychellen auch Müsli zu sein. Wer das zum Frühstück bevorzugt, solle sich eine Packung Trockenmüsli in den Koffer legen. Frisches, reifes Obst gibt es auf den Seychellen dagegen zur Genüge, um das Müsli aufzupeppen.

Seychellen-Souvenirs

Als Mitbringsel von den Seychellen empfiehlt sich vor allem Tee, Vanille, Kokosöl, Rum und Schmuck lokaler Kunsthandwerker. Tee und Vanille werden auf den Seychellen angebaut und es gibt auch einen guten Vanille-Tee, der beides kombiniert. Vanilleschoten sind hier deutlich günstiger (und viel frischer) als in Deutschland und sowohl auf dem Markt in Victoria als auch in manchen Souvenir-Shops zu bekommen. Dort gibt es auch Gewürze – insbesondere die lokalen Curry-Mischungen sind sehr gut. Kokosöl ist deutlich billiger als in Deutschland. Es wird in Halbliter-Flaschen verkauft und ist wegen der hohen Temperaturen auf den Seychellen flüssig. Zu Hause muss man es also erst einmal erwärmen, damit es wieder flüssig wird.

Sehr mild, leicht süßlich und vanillig ist der Geschmack des „Takamaka“-Rums. Dieser Rum wird auf den Seychellen zwar aus importiertem Zuckerrohr hergestellt, denn letzteres wird lokal nicht angebaut. Dennoch ist er für seine hohe Qualität sehr günstig. Der teuerste „Takamaka extra dark“ kostet um die 20 Euro, der dunkle, weiße oder mit Kokosnuss parfümierte Takamaka ist noch günstiger. Am Flughafen im Duty-Free-Shop ist er am billigsten, aber auch in Supermärkten ist der Preis okay.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reist auf den Seychellen mit Unterstützung von Silhouette Cruises, dem Seychelles Tourism Board und Seyvillas, deutscher Vermittler von Hotels und Bungalows auf den Seychellen.
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