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Kreuzfahrtschiff

Finanzen und Status der vier größten Kreuzfahrt-Unternehmen in der Corona-Krise

Wie gut stehen die großen Kreuzfahrt-Unternehmen in der Corona-Pandemie finanziell da? Und wie sind die Zukunftsaussichten? Wir fassen in diesem Beitrag die Informationen zu den vier größten Unternehmen Carnival Corp., Royal Caribbean Cruises Ltd., Norwegian Cruise Line Holdings und MSC Cruises zusammen und aktualisieren regelmäßig, sobald es Neuigkeiten gibt.

Hinweis: Die Informationen und Daten in diesem Beitrag sind auf dem Stand Juni 2021. Eine weitere Aktualisierung erfolgt vorerst nicht mehr, da die Kreuzfahrt in größerem Umfang wieder in Schwung kommt und die schwierigste Phase damit zunächst vorüber ist. Eine Einschätzung der Situation durch US-Analysten mit Stand Anfang Juli 2021 liefert der Beitrag „Latest forecast finds ‚big three‘ could have less than 50% of capacity back in service by year end“ von Cruise Business News.

Kreuzfahrt-Passagiere sorgen sich in der Coronavirus-Krise nicht nur um ihr Geld bei bereits stornierte Kreuzfahrten oder solchen, bei denen eine Absage abzusehen ist. Auch wann Kreuzfahrten wieder möglich sein werden und welche konkreten Pläne die Reedereien dazu haben, ist eine häufige Frage.

Mit konkreten Zahlen und Details zu den Kreuzfahrt-Reedereien sowie aktualisierten Informationen zu Liquidität und Durchhaltevermögen, allgemeinen Sparmaßnahmen,  den anstehenden Kreuzfahrtschiff-Neubauten sowie dem Anteil der Kunden, die eine Erstattung statt Gutschein verlangen wollen wir einen besseren Überblick zur Situation der großen Kreuzfahrt-Unternehmen geben.

Hinweis: Wir recherchieren gewissenhaft und nach bestem Wissen – so wie immer bei cruisetricks.de. Dennoch sollten Sie sich bei Entscheidungen nicht auf die Angaben hier verlassen, sondern sich selbst aus Originalquellen informieren. Eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit insbesondere der Finanzdaten können wir selbstverständlich nicht übernehmen.

Sie finden in diesem Beitrag Informationen zu Carnival Corp., Royal Caribbean Cruises Ltd. und Norwegian Cruise Line Holdings mit ihren jeweiligen Kreuzfahrt-Marken. Zu MSC Cruises stehen Informationen nur in sehr reduziertem Umfang zur Verfügung, weil hier mangels Börsennotierung nur wenig öffentlich zugänglich ist.

Updates: Schlechte Nachrichten kommen von Pullmantur Cruises und CMV/Transocean: Beide Kreuzfahrtanbieter haben Insolvenz angemeldet. Pullmantur Cruises plant eine Restrukturierung mit neuer Flotte, nachdem die Schiffe der aktuellen Flotte wohl verschrottet werden. Bei Cruise and Maritime Voyages ist die genaue Lage (Stand 25. August) noch unklar. FTI Cruises schließt seine Kreuzfahrtsparte. In den USA hat die traditionsreiche, kleine Reederei Blound Small Ship Adventures ihr Kreuzfahrtgeschäft mit drei Schiffen aufgegeben.

Carnival Corp.

Carnival Corporation Logo

Schiffe gesamt: 105 (-20 +4)

  • AIDA Cruises (14) (-1)
  • Carnival Cruise Line (27) (-4 +1)
  • Costa (14) (-4 +1)
  • Cunard Line (3)
  • Holland America Line (14) (-4)
  • P&O Cruises (6) (-1 +1)
  • P&O Cruises Australia (3) (-2 +2)
  • Princess Cruises (17) (-3 +1)
  • Seabourn (5)

Verkäufe und Verschrottungen im Detail

AIDA
AIDAcaraVerkauf
Costa
Costa VictoriaVerschrottung
Costa NeoromanticaVerkauf an Celestyal Cruises
Costa MagicaÜbernahme 2022 durch Carnival Cruise Line
Costa MediterraneaVerkauf an CSSC
Costa AtlanticaVerkauf an CSSC
Carnival Cruise Line
Carnival FantasyVerschrottung
Carnival ImaginationVerschrottung
Carnival InspirationVerschrottung
Carnival FascinationVerkauf an Century Harmony Cruises Ltd.
Holland America Line
AmsterdamVerkauf an Fred Olsen
MaasdamVerkauf an Seajets
RotterdamVerkauf an Fred Olsen
VeendamVerkauf an Seajets
Princess Cruises
Pacific PrincessVerkauf, Käufer bislang unbekannt (Januar 2021)
Sea PrincessVerkauf an Sanya International Cruise Development
Sun PrincessVerkauf, Käufer mutmaßlich Peaceboat
Golden PrincessTransfer zu P&O Australia
Star PrincessTransfer zu P&O Australia
P&O Australia
Pacific DawnVerschrottung
Pacific AriaVerkauf an Seajets
P&O Cruises
OceanaVerkauf an Seajets

Vier weitere Schiffe sollen laut Finanzbericht Januar 2021 ebenfalls noch verkauft werden.

Liquidität

7. April 2021: Zum ersten Quartalsende 2021 betrug die Liquidität laut Quartalsbericht 11,5 Mrd. Dollar

22. Februar 2021: Ausgabe neuer Aktien mit Erlös von 1 Milliarde Dollar.

11. Januar 2021: Carnival Corp. CFO David Bernstein sagt, zum Jahresende 2020 habe die Liquidität 9,5 Milliarden Dollar betragen und das Unternehmen könne 2021 notfalls komplett ohne Umsatz durchstehen.

16. November 2020: Verkauf neuer Aktien in zwei Chargen im Gesamtwert von 2,5 Milliarden Dollar.

8. Oktober 2020: Liquidität soll bei 8,2 Milliarden Dollar liegen, was finanziellen Spielraum für rund 16 Monate geben soll.

15. September 2020: Laut Quartalsbericht betrug die Liquidität zum Stichtag 31. August 8,2 Milliarden Dollar.

16. Juli 2020: Staatshilfen in kleinerem Umfang von 25 Millionen Pfund gibt es für Carnival in Großbritannien.

10. Juli 2020: Im Quartalsbericht zu Q2 schreibt CCL, dass die Liquidität für mindestens ein weiteres Jahr ausreiche, also respektive bis Mitte Juli 2021. Genauere Angaben macht das Unternehmen dazu aber nicht.

14. Mai 2020: 6,4 Mrd. Dollar zusätzliche Liquidität über Ausgabe neuer Anleihen („senior secured notes“, vorrangig abgesicherte Schuldverschreibungen), neuer Aktien und Suspendierung von Dividenden. Die Liquidität soll – bei der Annahme von keinen neuen Einnahmen – bis mindestens Ende des Fiskaljahres (= 30. November 2020) ausreichen.

monatliche “cash burn”-Rate

CNBC zitiert die Bank HSBC am 11. Mai mit einer Cash-Burn-Rate von Carnival Corp. von monatlich 1,2 Mrd. Dollar. Cruise Industry News nannte am 28. April eine Cash-Burn-Rate von 1 Mrd. Dollar, allerdings ohne anzugeben, wie diese Zahl ermittelt wurde. Die gleiche Zahl wird am 15. Mai auch von einem Analysten der Bank of America unter Berufung auf Carnival selbst genannt. Im Geschäftsbericht zum 3. Quartal 2020 (Juni bis August) spricht Carnival von 770 Millionen Dollar und erwartet für Q4 eine Cash-Burn-Rate von 530 Millionen Dollar. Laut Finanzbericht betrug die tatsächliche, monatliche Cash-Burn-Rate im Q4/2020 rund 500 Millionen Dollar, für Q1/2021 wird ein Betrag von 500 Millionen Dollar monatlich angegeben. Die Prognose für die erste Jahreshälfte 2021 liegt bei monatlich 550 Millionen Dollar.

23. Juni 2020: S&P Global Ratings hat das Kredit-Rating von Carnival Corp. um drei Stufen von BBB- auf BB- herabgestuft. Carnival Corp. gehört diese Ratingagentur zufolge damit nicht mehr zu den Unternehmen, die ein attraktives Investment darstellen. Moody’s Investors Service hatte Carnival Corp. bereits im Mai deutlich herabgestuft.

Sparmaßnahmen Personal

14. Mai 2020: Entlassungen oder vorübergehende Freistellung von knapp der Hälfte der Mitarbeiter an Land in den USA, Kurzarbeit und Lohnkürzungen für die verbleibenden Mitarbeiter. Für Florida bedeutet das 820 Entlassungen und 537 Freistellungen der bisher rund 3.000 Mitarbeiter dort.

12. Mai 2020: Entlassung von rund 500 Mitarbeitern im Büro in Southampton, kürzere Arbeitszeiten und Lohnkürzungen um 20 Prozent für die übrigen.

13. Mai 2020: Unklar ist, ob auch das Ausscheiden der Presidents von Holland America Line, Orlando Ashford, und Seabourn, Rick Meadows, zum Termin Ende Mai 2020 in Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise steht.

Reisepreis-Erstattungsquote

11. Januar 2021: Zum Stichtag 30. November 2020 sollen 45 Prozent der Passagiere Gutscheine akzeptiert haben.

14. Mai 2020: 38 Prozent der Kunden haben eine Reisepreiserstattung angefordert, die übrigen haben umgebucht oder Gutscheine akzeptiert.

Auftragsstand Neubauten und Änderungen in der Flotte

Für die Marken der Carnival Corp. stehen allein für das verbleibende Jahr 2020 sowie 2021 sieben Kreuzfahrtschiff-Neubauten an. Inwieweit diese Schiffe einerseits pünktlich fertiggestellt werden und andererseits auch zum geplanten Termin übernommen werden, ist teils noch nicht ganz klar. Im Finanzbericht zum 4. Quartal 2020 schreibt Carnival Corp., dass im Finanzjahr 2021 lediglich ein weiteres Schiff übernommen werde

Die für Mai 2020 geplante Übernahme der Iona für P&O Cruises hat mit mehreren Monaten Verspätung am 9. Oktober 2020 in Bremerhaven stattgefunden. Die Enchanted Princess hat die Reederei am 30. September 2020 von Fincantieri übernommen.

Weitere Neubauten 2020/21 (bisher geplante Termine):

  • Costa Firenze (Übergabe am 22. Dezember 2020)
  • Mardi Gras (Übergabe ist am 18. Dezember 2020 erfolgt; Jungfernfahrt verschoben auf 6. Februar 2021)
  • Rotterdam (zuletzt für 30. Juni 2021 avisiert)
  • AIDAcosma (zuletzt für Oktober 2021 avisiert)
  • Costa Toscana (zuletzt für Ende 2021 2021 avisiert)
  • Seabourn Venture (zuletzt für 1. Dezember 2021 avisiert, erste Reise aber erst für Mai 2022 geplant)

Der Umbau der Carnival Victory zur Carnival Radiance wurde verschoben, das Schiff geht erst am 31. Mai 2021 mit Basishafen Long Beach, Kalifornien, wieder in Dienst. Auch die Carnival Magic und Carnival Valor gehen erst nach einer Renovierung wieder in Dienst, am 25. September 2021, respektive 12. Dezember 2021

P&O Cruises Australia soll die Pacific Encounter (Star Princess) im November 2021 und die Pacific Adventure im Oktober 2020 (Golden Princess) von Princess Cruises erhalten. Geplant war außerdem, die Pacific Aria (neuer Name: “Ida Pfeiffer“) und Pacific Dawn (neuer Name: “Amy Johnson“) an CMV abgeben, was nach der Insolvenz von CMVs Muttergesellschaft South Quay Travel & Leisure Ltd. aber wohl nicht wird stattfinden können.

Carnival Corp. will außerdem die Übernahme von Neubauten hinauszögern sowie relativ kurzfristig 18 Kreuzfahrtschiffe verkaufen oder verschrotten (Liste siehe oben).

Im Finanzbericht zum 4. Quartal 2020 schreibt Carnival Corp., dass insgesamt 19 Schiffe die Flotte verlassen werden oder bereits verkauft oder verschrottet sind. Diese Schiffe hätten vor der Krise 13 Prozent der Passagierkapazität ausgemacht, aber 2019 nur zu drei Prozent zum operativen Gewinn beigetragen.

Neustart-Pläne

Für die Marke Carnival Cruise Line hatte Carnival konkrete Neustart-Pläne zum 1. August vorgelegt, dies später aber relativiert und letztlich abgesagt. Für andere Marken wie Holland America Line, Princess Cruises oder Seabourn hat Carnival Corp. bereits teils weit ins Jahr 2021 hinein abgesagt.

Der geplante Neustart in Europa für Anfang September bei Costa ist zum 6. September gelungen. Der Neustart bei AIDA musste dagegen zweimal verschoben werden, dann wieder zwei Wochen früher terminiert und fand letztlich für kurze Zeit ab 17. Oktober in Italien tatsächlich statt, später dann auf den Kanaren ab 5. Dezember (AIDAperla) und 20. Dezember (AIDAmar). Seit Weihnachten stehen alle Schiffe vorerst wieder still. Für Anfang März ist ein weiterer Neustart geplant.

Da die meisten Reedereien inzwischen umfangreiche Neustartpläne für Mitte 2021 vorgelegt haben, aktualisieren wir das nicht mehr an dieser Stelle, sondern fassen die aktuellen Informationen dazu im Beitrag „Welche Kreuzfahrtschiffe fahren im Pandemie-Jahr 2021 wieder? Welche starten demnächst?“ zusammen.

Royal Caribbean Cruises Ltd.

Schiffe gesamt: 70 (+4 -10) (inklusive 7 von TUI Cruises und 5 von Hapag-Lloyd Cruises)

  • Royal Caribbean International (26 -2 +1)
  • Celebrity Cruises (14 -1 +1)
  • Azamara (3) wurde an Sycamore Partners verkauft
  • Silversea Cruises (12 -1 +2)
  • 50-Prozent-Beteiligung am Joint Venture TUI Cruises, mit den Marken TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises (7+5)
  • 49 Prozent Anteile an Pullmantur Cruises (3 -3)

Geschäftsjahr 2020

Für das Geschäftsjahr 2020 weist die Royal Caribbean Group einen Verlust (US GAAP Net Loss) von 5,8 Milliarden Dollar beziehungsweise 3,9 Milliarden Dollar (Adjusted Net Loss) aus. Im Jahr davor hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,9 (2,0) Milliarden Dollar. Der Umsatz sei von 10,95 Milliarden im Geschäftsjahr 2019 auf 2,2 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2020 gesunken.

Auftragsstand Neubauten und Änderungen in der Flotte

Zum Stichtag 31. Dezember 2019 standen laut RCCL 17 Neubauten für die RCCL-Marken in den Auftragsbüchern der Werften. Allein für das verbleibende Jahr 2020 sowie 2021 ist die Auslieferung von sechs Neubauten vorgesehen, zusätzlich die Hanseatic Spirit für Hapag-Lloyd Cruises. Inwieweit diese Termine einerseits von den Werften und andererseits von RCCL gehalten werden, ist weitgehend unklar.

Royal Caribbeans spanische Beteiligung Pullmantur Cruises hat Ende Juni 2020 Insolvenz angemeldet, zwei der drei Schiffe werden bereits verschrottet, der Horizon steht nach jüngsten Aussagen von Royal Caribbean das gleiche Schicksal bevor (Stand: 12. August). Pullmantur strebt eine Restrukturierung an, für einen Neustart steht beispielsweise die Grandeur of the Seas zur Verfügung, die ohnehin an Pullmantur gehen sollte.

Weitere Neubauten 2020/21 (bisher geplante Termine):

  • Odyssey of the Seas (November 2020, verschoben auf Q1/2021)
  • Hanseatic Spirit, Hapag-Lloyd Cruises (2. Quartal 2021)
  • Silver Dawn (4. Quartal 2021)
  • Wonder of the Seas (Frühjahr 2021, soll erst 2022 kommen)
  • Celebrity Beyond (Herbst 2021, kommt im April 2022)

Der für Frühjahr 2020 geplante, große Umbau der Allure of the Seas wurde verschoben, lediglich die nötigen Arbeiten für die Klassifizierung sollen nach aktuellem Stand durchgeführt werden.

Im Rahmen eines Joint Ventures mit der TUI AG wurde eine Übernahme von 50 Prozent an Hapag-Lloyd Cruises vereinbart. Der Kaufpreis soll (vor der Coronakrise vereinbart) 1,2 Mrd. Euro betragen. Offizielle Aussagen zum Status dieses Deals gibt es aktuell nicht.

Empress of the Seas und Majesty of the Seas wurden im Dezember 2020 verkauft, ebenso Celebrity Xperience und Silver Galapagos.

Liquidität

31. März 2021: Der Q1-Bericht weist mit Stand 31. März eine Liquidität von 5,8 Milliarden Dollar aus.

24. März 2021: Ausgabe neuer Anleihen im Wert von 1,25 Mrd. Dollar.

3. März 2021: Ausgabe neuer Aktien im Wert von rund 1,5 Mrd. Dollar.

31. Dezember 2020: Verkauf von Aktien bringt zusätzliche Liquidität von rund 1 Mrd. Dollar ein. Gesamtstand der Liquidität zu diesem Stichtag: 4,4 Milliarden Dollar. Der Geschäftsbericht für 2020 weist aus, dass das Unternehmen 2020 insgesamt 9,3 Milliarden zusätzliche Liquidität geschaffen habe.

29. Oktober 2020: Mit Stand 30. September gibt die Royal Caribbean Group eine Liquidität von rund 3,7 Milliarden Dollar an. Das sind rund 400 Millionen Dollar weniger als zum 30. Juni. Im Oktober 2020 seien aber 1,15 Milliarden Dollar neu hinzugekommen.

16. Oktober 2020: neue Aktien und Anleihen im Wert von rund 1 Mrd. Dollar ausgegeben sowie ein kurzfristiger Kredit mit einem Jahr Laufzeit über 700 Millionen Dollar.

12. August 2020: zusätzliche Kreditaufnahme von 700 Millionen Dollar.

30. Juni 2020: Stand der Liquidität liegt bei 4,1 Milliarden Dollar.

28. Juli 2020: Vereinbarungen über später als bisher vorgesehene Rückzahlungstermine für laufende Kredite von insgesamt knapp 4,5 Milliarden Dollar und Zahlungsaufschub für Kredite der KfW-Ipex-Bank in Zusammenhang mit zahlreichen Neubauten.

16. Juli 2020: Staatshilfen in kleinerem Umfang von 300 Millionen Pfund gibt es für die Royal Caribbean Group in Großbritannien.

10. Juni 2020: Weitere 2,08 Mrd. Dollar Liquidität durch Ausgabe neuer Anleihen. Damit soll das Unternehmen zwölf Monate Liquitität gesichert haben.

20. Mai 2020: Durch die Neuausgabe von Anleihen stieg die Liquidität von 3,3 Mrd. Dollar (Stichtag 30. April) um eine Milliarde Dollar.

14. Mai 2020: RCL plant die Ausgabe zusätzlicher Anleihen im Gesamtwert von 3,32 Mrd. Dollar voraussichtlich für 19. Mai.

13. Mai 2020: Die Liquidität mit Stand 4. Mai betrug 2,45 Mrd. Dollar. Laut Wells Fargo Securities reicht diese Summe bei den aktuellen Umständen für sechs bis sechseinhalb Monate, also bis Mitte bis Ende November 2020.

8. Mai 2020: Einsparungen durch Inanspruchnahme von Stundungen bei Kreditrückzahlungen für Neubauten (rund 1,8 Mrd. Dollar) sowie ähnliche Maßnahmen.

monatliche “cash burn”-Rate

29. Oktober 2020: Im Quartalsbericht zum dritten Quartal 2020 nennt die Royal Caribbean Group eine monatliche Cash-Burn-Rate von 250 bis 290 Millionen Dollar. Ende Februar bestätigte das Unternehmen diese Zahl, Ende April stieg der Wert leicht auf 300 Millionen Dollar an.

8. Mai 2020: Monatliche Betriebskosten für die Schiffe und die Verwaltung gibt RCCL für die Zeit des Stillstands der Schiffe mit 150 bis 170 Millionen Dollar an. Laut RCCL beträgt die komplette, monatliche Cash-Burn-Rate 250 bis 275 Millionen Dollar mit Reduzierungspotenzial, wenn der Stillstand länger anhält. Cruise Industry News nannte am 28. April eine Cash-Burn-Rate von 400 Millionen Dollar, allerdings ohne anzugeben, wie diese Zahl ermittelt wurde. Ein Analyst der Bank of America nennt Mitte Mai mit 330 Millionen Dollar eine Zahl zwischen der von RCCL und Cruise Industry News. Demnach würde die Liquidität bei andauerndem Stillstand für rund elf Monate ausreichen.

Sparmaßnahmen Personal

15. April 2020: Bis 1. Juli Entlassungen und vorübergehende Freistellungen für rund 26 Prozent der rund 5.000 Mitarbeiter in den Büros in den USA. Update 15. Mai: Zu den gekündigten Positionen gehören auch Führungspositionen, unter anderem vier Vice Presidents.

Reisepreis-Erstattungsquote

22. Februar 2021: Mit Stand 31. Dezember gibt RCG an, dass 47 Prozent der Kunden einen Gutschein statt Erstattung für abgesagte Reisen akzeptiert habe. Der Wert der derzeit aktiven Gutscheine (FCC) liege bei rund 900.000 Dollar.

8. Mai 2020: 45 Prozent der Kunden wollen bei RCCL (Stand 30. April) eine Erstattung bereits bezahlter Reisen in Anspruch nehmen, die übrigen akzeptieren Gutscheine. / 28. Mai: Bei TUI Cruises soll die Umbuchungsrate bei etwa 50 Prozent liegen.

Sondersituation TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises

RCCL hält eine 50-Prozent-Beteiligung an dem Joint Venture TUI Cruises mit der TUI AG. Zu diesem Joint Venture gehört seit Sommer 2020 auch Hapag-Lloyd Cruises. Deshalb ergänzen wir hier in aller Kürze ein paar Zahlen zur TUI AG.

Die TUI AG gab zum Stichtag 10. Mai 2020 eine Liquidität von 2,1 Mrd. Euro an. Ende März hatte die TUI AG einen KfW-Überbrückungskredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro bekommen. Mitte Mai gab die TUI AG die Entlassung von zehn Prozent der Arbeitsplätze, rund 8.000 Stellen, bekannt. Die Rating-Agentur Moody’s hat die TUI AG am 20. Mai um gleich zwei Stufen herabgesetzt und Zweifel geäußert, dass die 1,8 Milliarden Euro der KfW für die kommenden 12 bis 18 Monate ausreichen.

Neustart-Pläne

Außer den theoretischen Terminen, zu denen Reisen bislang noch nicht abgesagt wurden, gibt es hierzu von Royal Caribbean noch keine Informationen. Lediglich in Singapur hat Royal Caribbean International mit der Quantum of the Seas den Betrieb im Dezember 2020 wieder aufgenommen.

Da die meisten Reedereien inzwischen umfangreiche Neustartpläne für Mitte 2021 vorgelegt haben, aktualisieren wir das nicht mehr an dieser Stelle, sondern fassen die aktuellen Informationen dazu im Beitrag „Welche Kreuzfahrtschiffe fahren im Pandemie-Jahr 2021 wieder? Welche starten demnächst?“ zusammen.

Norwegian Cruise Line Holdings

Norwegian Cruise Line Holdings Logo

Schiffe insgesamt: 28

  • Norwegian Cruise Line (17)
  • Oceania Cruises (6)
  • Regent Seven Seas Cruises (5)

Geschäftsjahr 2020

Für das Geschäftsjahr 2020 weist NCLH einen Verlust (US GAAP Net Loss) von 4 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,2 Milliarden Dollar (Adjusted Net Loss) aus. Im Jahr davor hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 930 Millionen (1,1 Mrd.) Dollar. Der Umsatz sei von 6,5 Milliarden im Geschäftsjahr 2019 auf 1,3 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2020 gesunken.

Liquidität

31. März 2021: laut Quartalsbericht ist zu diesem Stichtag eine Liquidität in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar vorhanden.

9./15. März 2021: Neue Aktien im Wert von knapp 1,6 Mrd. Dollar ausgegeben.

25. Februar 2021: Mit Stand 31. Dezember 2020 weist NCLH eine Liquidität von 3,3 Milliarden Dollar aus.

18. Dezember 2020: neue Anleihen im Wert von 850 Mio. Dollar ausgegeben.

09. November 2020: die Netto-Liquidität betrug laut NCLH zum 31. August 2,4 Millionen Dollar.

30. Juli 2020: Die Netto-Liquidität betrug laut NCHL zum 31. Juli 2,5 Milliarden Dollar.

21. Juli 2020: Neue Aktien im Wert von knapp 290 Millionen Dollar platziert.

28. Mai 2020: Anleihen im Wert von weiteren 400 Millionen Dollar erfolgreich platziert.

15. Mai 2020: Neue Anleihen über 675 Millionen Dollar bestätigt.

14. Mai 2020: NCLH hat eine Netto-Liquidität von 3,1 Mrd. Dollar, laut Schätzung eines Analysten der Bank of America Mitte Mai sogar 3,8 Mrd. Dollar, die (7. Mai:) wohl für mindestens 18 Monate ohne Umsätze ausreichen würde. Die Liquidität sichert NCLH außerdem über weitere Maßnahmen ab, wie beispielsweise Stundung von Kreditrückzahlungen für Neubauten.

6. Mai 2020: Neuausgabe von neuen Aktien und Anleihen im Wert von rund 2,4 Mrd. Dollar.

monatliche “cash burn”-Rate

26. Februar 2021: NCHL nennt eine monatliche Cash-Burn-Rate 190 Millionen Dollar für der 4. Quartal 2020, was auch 15 Millionen Dollar Ausgaben für die Vorbereitungen für einen Neustart beinhaltet, der sich dann aufgrund der weiterhin strikten CDC-Regeln bislang nicht realisieren ließ.

9. November 2020: NCLH gibt eine durchschnittliche Cash-Burn-Rate von 150 Millionen Dollar an und erwartet im vierten Geschäftsquartal 2020 einen Anstieg auf 175 Millionen Dollar.

14. Mai 2020: Monatliche Betriebskosten für die Schiffe und die Verwaltung gibt NCLH für die Zeit des Stillstands der Schiffe mit 70 bis 110 Millionen Dollar an. Ende April hatte NCLH noch eine Cash-Burn-Rate von 110 bis 150 Millionen Dollar angegeben, exklusive Reisepreis-Rückerstattungen an Kunden.

Cruise Industry News nannte am 31. Juli eine Cash-Burn-Rate von 160 Millionen Dollar und bezieht sich damit auf den Bericht zum 2. Geschätsjahr-Quartal von NCLH.

Sparmaßnahmen Personal

1. Mai 2020: Vorübergehende Freistellung von 20 Prozent der Mitarbeiter an Land bis Ende Juli, überwiegend in den USA.

18. März 2020: Wechsel zur 4-Tage-Woche und Gehaltskürzungen ab 30. März, voraussichtlich bis Mitte Juni.

Reisepreis-Erstattungsquote

25. Februar 2021: Mit Stand 31. Dezember gibt NCLH an, dass der Wert der derzeit aktiven Gutscheine bei rund 850.000 Dollar liege.

14. Mai 2020: Etwas mehr als die Hälfte der Kunden hat eine Erstattung des Reisepreises für abgesagte Kreuzfahrten angefordert, die übrigen akzeptieren Gutscheine.

Auftragsstand Neubauten

Die drei Marken von NCLH haben für 2020 und 2021 keine Neubauten in Planung. Die Auslieferung von weiter in der Zukunft liegenden Neubauten wird sich laut NCLH um 12 bis 18 Monate verschieben (Info vom 14. Mai).

Neustart-Pläne

Außer den theoretischen Terminen, zu denen Kreuzfahrten bislang noch nicht abgesagt wurden, gibt es hierzu von NCLH noch keine expliziten Pläne.

14. Mai 2020: Bei angenommenem Neubeginn zum 1. Oktober mit einigen Schiffen und Hinzunahme von etwa fünf Schiffen pro Monat rechnet NCLH-President und -CEO Frank Del Rio mit einer Rückkehr zum Normalbetrieb bis Ende 1. Quartal 2021. Das Umsatz-Niveau von 2019 werde aber wohl frühestens Ende 2022 erreicht.

Da die meisten Reedereien inzwischen umfangreiche Neustartpläne für Mitte 2021 vorgelegt haben, aktualisieren wir das nicht mehr an dieser Stelle, sondern fassen die aktuellen Informationen dazu im Beitrag „Welche Kreuzfahrtschiffe fahren im Pandemie-Jahr 2021 wieder? Welche starten demnächst?“ zusammen.

MSC Cruises

MSC Cruises Logo

Schiffe insgesamt: 17 (+1)

Als Familienunternehmen ist MSC Cruises nicht an der Börse notiert und muss daher, anders als Carnival Corp., RCCL und NCLH keine Zahlen im Rahmen von Pflichtmitteilungen an der Börse oder Ähnlichem veröffentlichen. Daher gibt es zu MSC Cruises nur sehr wenige Informationen.

Liquidität

Angaben zur Liquidität machte MSC zuletzt am 20. März, nur wenige Tage nach dem Lockdown, sodass diese Zahlen aktuell nicht mehr aussagekräftig sein dürften. Genannt wurde eine Summe von 900 Millionen Euro an Liquidität. Bei MSC Cruises ist zu berücksichtigen, dass neben der Kreuzfahrtsparte vor allem auch die Container-Sparte zur MSC Group gehört, die eine der größten der Welt ist.

monatliche “cash burn”-Rate

Cruise Industry News nannte am 28. April eine Cash-Burn-Rate von 180 Millionen Dollar, allerdings ohne anzugeben, wie diese Zahl ermittelt wurde.

Sparmaßnahmen Personal

15. Mai 2020: Zunächst vorübergehende Freistellung von 128 Mitarbeitern in den USA. (In Florida gibt es eine öffentliche Meldepflicht für solche Maßnahmen.) Vier der 17 MSC-Kreuzfahrtschiffe werden in den USA schwerpunktmäßig vermarktet: MSC Armonia, MSC Divina, MSC Meraviglia und MSC Seaside.

Auftragsstand Neubauten

Für das verbleibende Jahr 2020 sowie 2021 sind bei MSC zwei Neubauten geplant.

  • MSC Virtuosa (geplant: November 2020; am 1. Februar 2021 an MSC ausgeliefert)
  • MSC Seashore (Juni 2021)

MSC betont bislang (Stand Mitte August 2020), dass an den Neubauaufträgen festgehalten werden und ein Verkauf von Schiffen nicht geplant sei.

Neustart-Pläne

MSC Cruises ist mit der MSC Grandiosa am 16. August, mit der MSC Magnifica am 29. August 2020 neu gestartet.

Da die meisten Reedereien inzwischen umfangreiche Neustartpläne für Mitte 2021 vorgelegt haben, aktualisieren wir das nicht mehr an dieser Stelle, sondern fassen die aktuellen Informationen dazu im Beitrag „Welche Kreuzfahrtschiffe fahren im Pandemie-Jahr 2021 wieder? Welche starten demnächst?“ zusammen.

20 Kommentare

20 Gedanken zu „Finanzen und Status der vier größten Kreuzfahrt-Unternehmen in der Corona-Krise“

  1. Kürzlich berichtete die FAZ umfänglich über Carnival und merkte an, dass ein gesteuerter Konkurs („Restrukturierungs-Insolvenz“ nicht unwahrscheinlich sei. Halten Sie das für möglich und könnte das Auswirkungen auf die Gültigkeit von Gutscheinen haben? Danke & Gruß

  2. @R. Wildberg: Ich kann Ihnen dazu nur meine persönliche Meinung sagen, aber ich bin weder Finanzanalyst noch Experte für amerikanisches Insolvenzrecht. Ich denke, Carnival (und jede andere Reederei) wird es so gut wie irgend möglich vermeiden, eine wie auch immer geartete Insolvenz anzumelden, weil der Image-Schaden und das Vertrauen der Kunden dadurch massiv beschädigt würde, zumal vor allem in den USA die öffentliche Meinung bzw. in den Medien zur Kreuzfahrt ohne schon sehr schlecht ist. Damit Leute aber jetzt schon wieder buchen, ihre Anzahlungen in Gutschriften umwandeln und nicht auf Erstattung drängen, ist dieses Vertrauen aber immens wichtig. Zudem ist, wie im Beitrag ja geschildert, die Liquiditätslage auf absehbare Zeit ziemlich gut, sodass ich auch nicht sehe, dass eine Notwendigkeit für ein Insolvenzerfahren gäbe. Ob die von der FAZ da offenbar ins Spiel gebrachte Insolvenzform Auswirkungen auf Gutscheine/Gutschriften hätte, weiß ich nicht. Und nochmal betont: Das ist meine persönliche Meinung als Kreuzfahrer und Reisejournalist und nicht basierend auf Finanzmarkt-Expertise …

  3. Erst mal kein Urlaub in Norwegen: Grenzen bleiben dicht
    Die Einreise nach Norwegen bleibt Urlaubern weiterhin verwehrt. Das Land will Reisen zunächst nur für Skandinavier ermöglichen. Der Rest der Europäer muss sich bis mindestens Mitte Juli gedulden.
    Kann man im Juli eine Kreuzfahrt mit AIDA nach Norwegen buchen?

  4. Ich mach mal keinen Urlaub heuer, das sagen leider viele. Offensichtlich sind die Preise der Cruise Anbieter schon so im Keller, dass sie nicht mal mit echten Rabatten locken können. Ich hatte mit meiner Frau besprochen wir buchen für 2021 aber die Preise sind nicht wirklich gesunken,….

  5. Hallo u. guten Tag Franz Neumeier .
    Gibt es Informationen zu Cunard – Schiffen ?
    Der Bau eines 4. Cunard- Schiffes hat scheinbar vor einiger Zeit in Italien begonnen.
    Abfahrten mit den bisherigen Queen´s in diesem Jahr sind stark begrenzt, bisher . Geplant ab August bzw. September ?
    Danke für die hervorragenden Berichte .
    Gruß Alfred Kraus ,
    Worblingen

  6. Hallo Herr Kraus, ja der Bau des Cunard-Schiffs hat begonnen, die Bekanntgabe des Namens wurde inzwischen mehrfach verschoben. Aber sehr viel mehr weiß ich dazu leider auch nicht.

  7. Hallo und guten Tag Herr Neumeier,
    vielen Dank für Ihre Kommentare.
    Wie sieht es eigentlich bei Cunard aus? Nach Storno unserer Reise durch Cunard (!) hatte ich unmittelbar am 23.04.20 um Erstattung der Anzahlung gebeten. Keine Erstattung — statt dessen heute am 07.06. eine Stornorechnung in Höhe der Anzahlung ! Habe mit Rechtsweg gedroht, ist natürlich für Cunard unwarscheinlich kundenfreundlich. Morgen auch als Einschreiben. An alle Cunard Kunden: Achtung aufpassen.

  8. @Bernd Richter: Cunard gehört zur Carnival Corp. – finanzielle Situation, siehe oben. Derzeit dauern Erstattungen bei allen Reedereien sehr lange. Sie müssen sich einfach mal vorstellen, das hier Hunderttausende von Buchungen rückabgewickelt werden müssen, ohne dass dafür plötzlich zehnmal so viel Personal zur Verfügung stünde. Es ist einfach der unglaublichen Masse, der extrem außergewöhnlichen Situation geschuldet, dass die Reedereien da nicht nachkommen. Wie gesagt. Das ist im Moment, so wie ich das sehe, bei allen Reedereien genau so, weil das Problem eben bei allen das gleiche ist – die Arbeit ist in so kurzer Zeit nicht zu bewältigen. Geduld dürfte da das beste Mittel sein ;-)

  9. Lieber Herr Neubauer,
    ouj die Antwort kam aber schnell. Ich glaube aber, wir reden hier aneinander vorbei. Was Sie schreiben, ist mir alles sehr gut bekannt. Ich hatte bis heute auch Geduld und hätte sogar bis zum 23.06. Geduld gehabt. 60 Tage.
    Wenn der nette Kunde als Dankeschön für sein Verständnis nach ca. 6 Wochen eine Rechnung (!) präsentiert bekommt, dann ist es mit der Geduld schlagartig vorbei. „Thomas Cook“ war auch kein kleiner, aber unterversichert.
    Ganz liebe Grüße an edn „Sonntagsarbeiter“!!

  10. Lieber Herr Richter,

    ich bitte um Entschuldigung; offenbar sollte ich am Sonntag doch nicht arbeiten, sondern mich lieber vom Stress der Woche erholen ;-) Dann würden mir solche Fehler nicht passieren; offenbar habe ich Ihren Kommentar nur höchst oberflächlich gelesen … Sie haben natürlich völlig Recht: Eine Stornorechnung für eine von der Reederei abgesagte Reise darf es keinesfalls geben, auch nicht in der aktuellen Situation. Ich glaube mal an das Gute im Menschen und vermute einen Irrtum seitens des Sachbearbeiters. Aber deutliches Nachhaken bei Cunard ist da natürlich wichtig und nötig.

    Herzliche Grüße und viel Glück damit!
    Franz Neumeier

  11. Noch einmal ein freundliches Hallo,
    so machen wir das und ich werde berichten. Fehler dürfen natürlich sein.
    Und nun bitte Feierabend und noch einen schönen Sonntag.

  12. Die P&O Cruises hält doch derzeit 6 Schiffe und nicht 7 Schiffe in Ihrer Flotte oder?

  13. @Kathrin Wimbauer: Stimmt, da habe ich irgendwie einen Knoten in meine Rechnung gebracht. Vielen Dank für den Hinweis, ich korrigiere das sofort. Vermutlich habe ich den Abgang der Oceana nicht abgezogen, die Iona dann aber hinzugezählt.

  14. Die Holland America Line hält derzeit 10 Schiffe und hat während der Corona Krise 4 Schiffe verkauft. Somit müsste die Reederei doch vor der Krise 14 Schiffe gehalten haben?

  15. Innerhalb der Royal Caribbean Group wurden doch auch die Celebrity Xperience und Silver Galapagos verkauft? Und die Odyssey of the Seas, die Celebrity Apex, Silver Origin und Silver Moon übernommen?

  16. @Kathrin Wimbauer: Und wieder haben Sie natürlich Recht. Ich stelle immer mehr fest, dass es fast unmöglich ist, die Aktualisierung solcher Zusammenstellungen wie diese hier fehlerfrei aktuell zu halten. Insofern ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung :-)

  17. Hallo Herr Neumeier,

    haben Sie Ideen warum die Norwegian Cruise Line Holdings und MSC Cruises keine ihrer Schiffe verkauft/verschrottet haben oder mussten?
    Ich schätze Royal Caribbean Group und die Carnival Corporation haben eine so hohe Anzahl an Schiffen aufgrund von Liquiditätsproblemen während Corona verkauft.

  18. Hallo Frau Müller,

    da kann ich natürlich auch nur spekulieren. Aber die Schiffe, die bei Carnival Corp. abgegeben wurden, waren zumeist recht alte und noch nicht renovierte Schiffe. Angesichts der Tatsache, dass diese Schiffe wohl noch eine Weile nicht wieder in Betrieb gegangen wären und Investitionen in ihre Renovierung nötig gewesen wäre, für eine anschließen dennoch nicht mehr allzu lange Laufzeit, hat es wohl günstiger gemacht, sich einfach sofort von diesen Schiffen zu trennen. Andere Reedereien haben da einfach ein modernere (oder bereits modernisierte) Flottenstruktur.
    Finanziell sind die großen Reedereien inkl. Carnival bislang nicht in ernste Bedrängnis geraten, weil sie sich über den freien Kapitalmarkt ausreichend Liquidität beschaffen konnten und können. Aus „Geldnot“ heraus hat Carnival die Schiffe also wohl eher nicht abgegeben, sondern eher zur Kostenoptimierung und zur eigentlich ohnehin fälligen Flottenmodernisierung, die man bisher vor sich hergeschoben hat, weil auch die alten Schiffe in einem bis vor Corona boomenden Markt nicht profitabel waren.
    MSC ist in der besonderen Situation, dass der Containermarkt derzeit enorm boomt, sie dort also mutmaßlich sehr viel Geld verdienen, sodass sich die Verluste im Kreuzfahrt-Bereich ohne Not ausgleichen lassen.

    Herzliche Grüße
    Franz Neumeier

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