Mount Rainier

Mount Rainier National Park und die Sonnenfinsternis

Der riesiger Vulkan Mount Rainier ist so etwas wie der Hausberg von Seattle, den man von der Stadt aus bei klarem Wetter ständig im Blick hat. Die Fahrt zum Nationalpark dauert knapp zwei Stunden, also stehen wir früh auf, um pünktlich zur Sonnenfinsternis dort zu sein, die es heute am Vormittag zu beobachten gibt.

Vor einigen Jahren wollten wir schon einmal zum Mount Rainier fahren. In Seattle waren wir bei strahlendem Sonnenschein gestartet, doch je näher wir dem Nationalpark kamen, desto mehr Wolken zogen auf. Schließlich mussten wir unverrichteter Ding umkehren: Ein gewaltiger Wolkenbruch ging über uns nieder, sodass wir kaum noch die Straße sehen konnten.

Mount Rainier National Park
Mount Rainier National Park

Diesmal haben wir mehr Glück: strahlend blauer, wolkenloser Himmel und deutlich über 20 Grad Celsius. Wolkenlos ist besonders wichtig, denn am späten Vormittag gibt es heute eine partielle Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne zu mehr als 90 Prozent verdeckt.

Sonnenfinsternis am 21. August im Mount Rainier National Park
Sonnenfinsternis am 21. August im Mount Rainier National Park

Anders als weiter südlich in Oregon, wo eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten ist und Hunderttausende Menschen unterwegs sind, geht es hier ruhiger zu.

Wir sind auf der Straße in den Nationalpark fast alleine und bewundern die Sonnenfinsternis vom ersten Stopp im Nationalpark am Longmire Museum vor grandioser Kulisse.

Mount Rainier National Park

Der Mount Rainier Nationalpark ist landschaftlich spektakulär, mit tiefen Schluchten, dichten Wäldern mit riesigen Bäumen, Seen, Wasserfällen und natürlich viele Tiere. Schwarzbären bekommen wir keine zu Gesicht, dafür aber einen Fuchs und eine Reh-Familie direkt an der Straße.

Beindrucken ist der teils mit Schnee und Gletschern bedeckte Mount Rainier, 4.392 Meter hoch. Auf immerhin bis 1.650 Meter kann man mit dem Auto zum Visitor Center „Paradise“ über verschlungene Bergstraßen fahren. Der Name ist Programm, denn die Landschaft ist wirklich paradiesisch: bunt blühende Almwiesen, kleine Bäche und Wasserfälle, der Blick auf den großen Berg und in die tiefen Täler. Hier beginnen sowohl lange Wanderwege als auch kurze Spazierwege.

Meine Empfehlung für den Besuch im Mount Rainier National Park: Möglichst an einem Wochentag und möglichst früh dort sein. Anfahrt über den Hauptzugang Longmire bis nach Paradise und zu den Reflection Lakes und zurück wieder über Longmire. Der Umweg über den Südausgang lohnt sich kaum, ist landschaftlich aber schön, wenn man die Zeit hat.

Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.