Neues, Veränderungen und mein Lieblingsplatz auf der Norwegian Getaway

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Die Norwegian Getaway hat uns zu schönen Orten in Honduras, Belize und Mexiko gebracht, aber was hat sich auf dem Schiff selbst eigentlich getan? Es gibt ein paar Neuerungen und Veränderungen, ich habe viele 360-Grad-Panorama-Fotos mitgebracht und ich stelle meinen persönlichen Lieblingsplatz an Bord vor.

Norwegian Getaway in Miami
Norwegian Getaway in Miami

Vor meiner Reise war ich am meisten gespannt darauf, wie sich die „Waterfront“-Promenade in einem warmen Fahrtgebiet wie der Karibik anfühlen würde. Denn bei der Einführungsfahrt der Norwegian Getaway hatte ich die Waterfront nur in der ungemütlichen Nordsee erlebt und da war sie nicht übermäßig einladend – es war einfach zu kalt, um sich lange draußen aufzuhalten.

Mein Lieblingsplatz: „The Waterfront“

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Jetzt weiß ich: Die Waterfront ist zu meinem Lieblingsplatz auf der Norwegian Getaway geworden. Die Idee, ein breites Promenadendeck oberhalb der Rettungsboote zu bauen, mit freiem Blick zum Horizont, funktioniert hervorragend. Zumindest, wenn man auch abends noch bei warmen Temperaturen draußen an der Reling stehen, an einer der Bars sitzen, in einem Auenbereich der Restaurants essen oder sich einfach bequem auf eines der Sofas oder in einen Sessel lümmeln kann und ein Buch liest oder einfach nur dem Meer und dem Sonnenuntergang zusieht.

The Waterfront bei Sonnenuntergang
The Waterfront bei Sonnenuntergang

Entsprechend viel Zeit habe ich an der Waterfront verbracht. Kurz vor Sonnenuntergang wurden die Plätze dort meist knapp, aber sonst fand sich immer ein schönes Plätzchen. Von den Bars versorgt man sich mit Getränken, aber die Kellner sind alles andere als aufdringlich, sodass man auch ganz in Ruhe dort sitzen kann, ohne etwas zu bestellen.


Besonders schön aber: An der Waterfront herrscht den ganzen Tag über eine herrliche Ruhe, wohingegen der Lautstärkepegel sowohl am Pooldeck als auch im Atrium der Norwegian Getaway durchgehend recht hoch ist – sei es durch Musik, sei es durch häufige Veranstaltungen und Events. Da ist ein stiller Rückzugsort wie die Waterfront wichtig und hilfreich. Am schönsten ist es ganz hinten am Heck mit Blick ins Kielwasser und zum Horizont. Da vergisst man ganz leicht, dass man auf einem 4.000-Passagiere-Schiff unterwegs ist.

Die Norwegian Getaway in 360-Grad-Panoramabildern

Wie immer hab ich möglichst viele Bereiche der Norwegian Getaway in interaktiven 360-Grad-Bildern festgehalten. Denn mehr als alle Beschreibungen helfen Bilder dabei, ein Gefühl für das Design und das Ambiente an Bord eines Schiffs zu entwickeln.

Pools und Außenbereiche

Atrium, Bars, Innenbereiche

Restaurants

Wer lieber traditionelle Fotos ansieht, hier ist unsere Bildergalerie der Norwegian Getaway.

Neues und Veränderungen auf der Norwegian Getaway

Über die Norwegian Getaway habe ich zu ihrer Einführung 2014 ausführlich berichtet (siehe: „Norwegian Getaway: Die kleinen Unterschiede zur Breakaway“). Seitdem haben sich ein paar Kleinigkeiten geändert, die nicht unerwähnt bleiben sollen.

Margaritaville statt Flamingo Bar & Grill

Margaritaville ist in den USA eine bekannte Marke für ein legeres Grill-Restaurant und Bar. Nachdem Norwegian Cruise Line das erste Margaritaville auf See auf der Norwegian Escape eingeführt hat, wurde auch das ehemalige Flamingo Bar & Grill auf der Norwegian Getaway in ein Margaritaville umgewandelt. Die integrierte Bar heißt jetzt „Chill Bar“.


Tipp: Der Keylime Pie ist besonders zu empfehlen und kommt dem Original aus Key West schon sehr nahe. Und auch die Margaritas von der Bar (im All-inklusive-Paket enthalten) sind richtig gut.

Ocean Blue mit neuem Menü

Das Seafood-Restaurant heißt jetzt einfach „Ocean Blue“, nachdem die ursprüngliche Kooperation mit dem Starkoch Geoffrey Zackarian auslief. Die Speisekarte (a-la-carte-Preise) hat sich von ausgefalleneren Gerichten hin zu beliebten und bekannten Seafood-Gerichten entwickelt, etwa Surf & Turf, Lachs, Red Snapper oder Jakobsmuscheln (siehe auch Tag 3: Roatan).


The Bake Shop

Ebenfalls aufgrund einer ausgelaufenen Kooperation hat sich der Bake Shop in „The Bake Shop“ umbenannt. Ursprünglich hieß die bordeigene Konditorei an der Waterfront „Carlo’s Bake Shop“ nach einer in den USA bekannten Bäckerei, die ein gewisser Carlo Guastaffero 1910 in New York gegründet hatte.


Das Angebot in den Vitrinen ist nun etwas weniger opulent, aber nach wie vor gibt es Maracons, Cupcakes und ähnliche Leckereien und am Außenfenster zur Waterfront Eiscreme. Kostenpflichtig sind Dolce Gelato und The Bake Shop geblieben.

Entertainment

The Million Dollar Quartett
The Million Dollar Quartett

Auch beim Entertainment haben sich ein paar Dinge geändert: Das „Grammy Experience“ – eine der Neuerungen auf der Norwegian Getaway im Vergleich zur Norwegian Breakaway – ist nun wieder der Bluesclub „Fat Cats“, der ursprünglich auf der Norwegian Epic seine Premiere feierte und bei den Passagieren sehr gut ankam.

Neu ist auch die 90minutige Musical-Show „The Million Dollar Quartett“, die das Musical Legally Blonde abgelöst hat. Über das neue Musical habe ich an Tag 6 berichtet. Bei der Dinnershow im Illusionarium gab es ebenfalls kleinere Veränderungen, auch dazu habe ich schon ein paar Worte verloren.

Fazit

Norwegian Getaway in Harvest Caye, Belize
Norwegian Getaway in Harvest Caye, Belize

Mit der Norwegian Getaway schickt Norwegian Cruise Line im Sommer 2017 ein topaktuelles und sehr attraktives Kreuzfahrtschiff in die Ostsee. Mit Zustiegsmöglichkeit in Warnemünde sind diese Kreuzfahrten auch ohne Fluganreise erreichbar.

Mit dem Alles-inklusive-Konzept erschließt sich Norwegian Cruise Line im deutschsprachigen Raum sicherlich neue Passagiere, die auf Kreuzfahrt ihre Ruhe haben wollen vor Bar-Rechnungen und Trinkgeldern und vielleicht nicht immer nur mit deutschen Landsleuten ihren Urlaub verbringen wollen. Realistischerweise muss man aber sehen, dass es „all inclusive“ nicht geschenkt gibt – wie bei anderen All-inclusive-Reedereien auch sind die Kosten dafür im Reisepreis einkalkuliert. Dennoch: Es ist ein angenehmes Gefühl, wenn man sich um Getränke-Rechnungen einfach keine Gedanken machen muss – bei Norwegian Cruise Line auch nicht in den Spezialitätenrestaurants.


Für mich persönlich ist die Norwegian Getaway ein reizvolles Schiff mit relativ jungem Publikum und exzellentem, niveauvollem Entertainment, das allerdings an vielen Stellen auch recht laut und turbulent ist. Die wunderbare Waterfront als Rückzugsraum entschädigt dafür aber sehr gut und der Kontakt zum Meer ist ein großer Pluspunkt im Vergleich zu vielen anderen großen Kreuzfahrtschiffen.

Sehr positiv ist nicht zuletzt auch die Entwicklung beim Essen: Die Qualität ist bei Norwegian Cruise Line stetig gestiegen und hat jetzt noch einmal einen deutlichen Schub erlebt – in den Spezialitätenrestaurants ohnehin, aber auch in den großen Hauptrestaurants Taste, Savor und Tropicana Room sowie im Garden-Café-Buffet.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reiste auf der Norwegian Getaway auf Einladung von Norwegian Cruise Line.

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